Weihnachtsmärchen

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Jetzt beginnt die sinnenvolle Vorweihnachtszeit. Mit Mandelduft und Lebkuchen-Häusern. Mit leuchtenden Kinderaugen und „Last Christmas“-Songs. Mit klingenden Glocken und klingelnden Kassen. Mit Weihnachtsmärkten… …und Weihnachtsmärchen.
Was gibt es Schöneres, als sich die Vorweihnachtszeit mit einem Weihnachtsmärchen zu versüßen? Für Generationen von Kindernund Erwachsenen ist das alljährliche Weihnachtsmärchen eine schöne Tradition. Um die Weihnachtszeit verströmt es eine märchenhafte Atmosphäre und zieht Groß und Klein in seinen Bann.
Das Weihnachtsmärchen auf den deutschen Theaterbühnen kann auf eine über hundertfünfzigjährige Tradition zurückblicken. Die Aufführungen bilden einen festen Bestandteil im saisonalen Spielplan von Theatern.
Was versteht man eigentlich genau unter „Weihnachtsmärchen“? Einerseits ist es eine theatralische Gattung von Theaterstücken, oder aber die speziell für ein Kinderpublikum ausgerichtete Aufführung solcher Stücke in der Weihnachtszeit und drittens das nachdenklich machende „Ein Weihnachtsmärchen“ von Charles Dickens, das insbesondere im englischen Sprachraum als das Weihnachtsmärchen schlechthin angesehen wird.
Der erste Band der von Jacob und Wilhelm Grimm gesammelten „Kinder- und Hausmärchen“ erschien am 20. Dezember 1812 und war der Schriftstellerin Elisabeth von Arnim und ihrem Sohn gewidmet. „Es ist gar schön gebunden und soll ihr am Christabend beschert werden. … Es ist ein braves Buch, das sicher lange gekauft wird.“ hieß es im Dankesbrief.
Um den zunächst schleppenden Verkauf anzukurbeln erschien zu Weihnachten 1823 eine kleine Ausgabe in Taschenbuchformat, versehen mit einigen weihnachtlichen Radierungen . Vom Zeitpunkt des Erscheinens an waren die Märchen der Brüder Grimm demnach – auch ohne direkten inhaltlichen Bezug – eng mit der Weihnachtszeit verknüpft und wurden gern am Heiligabend verschenkt.
Der Begriff des „Weihnachtsmärchens“ kam Mitte des 19. Jahrhunderts auf, als deutsche Bühnen begannen, in der publikumsschwachen Adventszeit nachmittags Märchenstücke für Kinder aufzuführen. Parallel zu den Weihnachtsmärchen auf den großen Bühnen wurden Märchen auch in das Repertoire der Miniaturtheater aus Papier aufgenommen. Sie waren beliebte Weihnachtsgeschenke. Papiertheateraufführungen im Kreis der Familie waren ein Höhepunkt der Weihnachtsfeier im bürgerlichen Haushalt, so beispielsweise auch zu finden in der berühmten Weihnachtsszene in den „Buddenbrooks“ von Thomas Mann: das Papiertheater von Hanno Buddenbrook.
Die Verbindung zwischen Weihnachten und Märchen sowie Märchenhaftem ist bis heute lebendig geblieben. Das zeigt ein Blick in Kinderbücher, Kinos, Rundfunk und Fernsehen ebenso wie ein Blick in die Weihnachtsbäckerei: So ist uns heute beispielsweise das Lebkuchenhäuschen aus „Hänsel und Gretel“ nicht nur als Märchenmotiv, sondern auch aus der Weihnachtsbäckerei
vertraut.
Zahlreiche Stormarner Theaterbühnen haben auch in diesem Jahr wieder wundervolle Produktionen für jedes Alter und jeden Geschmack im Angebot: So wird zum Beispiel „Der Froschkönig“ von der Oldesloer Bühne gespielt. Märchenhaftes gibt es natürlich auch im Kleinen Theater Bargteheide. Die Theaterchefin hat zwei Stücke im Programm: „Die Schneekönigin“ und „Momo“.
Und im Ahrensburger Schloss gibt es das ganze Jahr über Märchenhaftes im Turmzimmer. Zur Einstimmung in zauberhafte Stunden werden die kleinen Gäste auch durch das Schloß geführt. Anschließend geht es ins Turmzimmer mit seinen gemütlichen Bodenkissen. Hier hören sie Märchen und Geschichten aus aller Welt. Im Bastelzimmer können dann noch Andenken an die märchenhaften Stunden gefertigt werden.
Nutzen Sie die Vorweihnachtszeit und lassen Sie sich ins Märchenland entführen. Gehen Sie mit Ihren Kindern ins Theater oder nehmen Sie sich Zeit zum Vorlesen von Weihnachtsgeschichten, zum Basteln oder für die Weihnachtsbäckerei.

www.oldesloerbuehne.de
www.bargteheide-theater.de
www.schlossahrensburg.de
www.weihnachtsgeschichten.org
www.weihnachtsmann.net
www.familie.de/weihnachtsgeschichten
www.internet-maerchen.de
www.maerchen.com
www.maerchen-atelier.de

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Titelthema von Melanie Otto. Permanentlink.

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