Kosaken in Stormarn (1) Kosakenwinter

2013-10 s33

Die Zeit ab Dezember 1813 ist in Schleswig-Holstein allgemein als die Zeit des „Kosakenwinters“ im historischen Bewusstsein geblieben. Mit diesen leichten Reitern kam zuerst die Freude über die Befreiung von den Franzosen und sehr bald danach die Hoffnung, dass auch die Kosaken möglichst schnell weiterziehen würden.
Wir erinnern uns, dass im Jahr zuvor Napoleon (1769-1821) mit seiner Armee in Russland scheiterte und nur mit knapper Not dem voll- kommenen Untergang entkam. Hinter der geschlagenen Armee des Korsen folgten nun die Russen und ihre Speerspitze, die Kosaken, „saßen“ wenn man so wollte, den Franzosen direkt im Nacken. Anfang März 1813 erreichten sie Berlin und wenig später wurden sie von den Hamburgern, den Lauenburgern und Lübeckern als Befreier begrüßt. Die Bille aber überschritten sie nicht, denn noch war man im dänischen Gesamtstaat neutral.
Die weiteren Ereignisse des Jahres 1813 ließen dem dänischen König bald keine andere Wahl, als sich in ein Bündnis mit Napoleon zu begeben. Die Zeit eines Waffenstillstandes hatten beide Seiten genutzt um neue Alliierte zu finden. Österreich trat in die Allianz gegen Napoleon ein und Dänemarks König (Frederik VI., 1808-1839) wählte die andere Seite.
Frankreichs und Dänemarks Soldaten operierten in den folgenden Monaten unter dem Befehl von Marschall Davout in Norddeutschland. Aber nach Napoleons Niederlage in Leipzig änderte sich die militärische Situation und es begann der Rückzug. Napoleon verließ Deutschland, Marschall Davout zog sich in die „Festung“ Hamburg und das kleine dänische Korps hinter die Bille zurück.
Doch der Oberbefehlshaber der alliierten Nordarmee, der Kronprinz von Schweden, Karl Johann (1763-1844) hatte andere Pläne. Er nutzte seine Armee, die aus Preußen, Hannoveranern, Briten, Russen und Schweden bestand für eigene Interessen.
Dr. Carsten Walczok

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