Pölitz

2013-10 s34

Pölitz wurde 1346 als „Poltze“, was im wendisch-slawischen Ursprung (polica, polize) etwa „Feld“ oder „Feldhain“ bedeutet, erstmals erwähnt. Der „Freedbargen“ – Burgplatz einer spätmittelalterlichen Burg, nördlich des Ortes – zeugt, zusammen mit dem Herrenhaus Hohenholz (erbaut 1888) und dem Herrenhaus Schulenburg (1912), von der Vergangenheit und ehemaligen Bedeutung.
Die heutige Gemeinde setzt sich aus den Ortsteilen Pölitz und den jenseits der A1 gelegenen Schmachthagen, Schulenburg und Schwienköben zusammen. Südlich von Bad Oldesloe wird sie von sanften und der Holstein-typischen Knicklandschaft geprägt, durch die sich das Flüsschen Barnitz schlängelt.
Heute besonders bei Reitern, Bikern und Fahrradfahrern beliebt, wegen der abwechselungsreichen und idyllischen Naturlandschaft, hat schon der 1832 hier geborene Schriftsteller Friedrich Runge die Schönheit der Gegend mit seinen Gedichten und Geschichten poetisch verewigt.
Eine weitere Person, die immer ihre Heimatverbundenheit gezeigt und gelebt hat, ist Mariechen Pitzer, die nach ihrem Tod, im Jahre 2003, der Gemeinde Pölitz im Alter von 76 Jahren etwa eine Viertelmillion Euro vermacht hat, aus der die Mariechen-Pitzer-Stiftung entstand. Schon zu Lebzeiten spendete die anerkannte Handwebmeisterin, die in ihrer Werkstatt mit 3 Webstühlen wertvolle Stoffe und außergewöhnliche Bekleidung fertigte, mehrmals für soziale Einrichtungen, wobei sie selbst ein einfaches Leben führte. Heute werden mit den Erträgen der Stiftung die Jugend-, Senioren- und Kulturarbeit und der Sport gefördert.
Zusammen mit dem Sportangebot und dem intensiven Vereinsleben, kann man sagen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen können. Die gut besuchten und intensiv genutzten Gemeinschafttshäuser in Pölitz und Schmachthagen und das moderne Pölitzer Sportzentrum sind nur einzelne Beispiele für das intakte Gemeindeleben. Und dass hier auch Landschaft und Landwirtschaft noch in Einklang harmonieren, zeigen die etwa 10 landwirtschaftlichen Betriebe, die mit Obst- und Ackerbau und Milchwirtschaft für zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort sorgen.
HyF

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Ortsporträt von Melanie Otto. Permanentlink.

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