So ein Theater

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Theatergruppen, Bühnen, Kinos
Neben dem üblichen „Theater“ in den Gemeindevertretungen gibt es in vielen Stormarner Gemeinden auch „richtiges“ Theater oder eine Laienspielgruppe.
Im Laienspiel werden witzige, oft plattdeutsche Stücke dargeboten mit Laien- schauspielern, die oft so gut wie Profis sind. Kringeln Sie sich bei richtig deftigem Volkstheater. Organisiert wird das ganze häufig auch von Feuerwehren (so z.B. in Eichede und Todendorf ), Parteien oder Vereine. In der Pause gibt’s Zünftiges zu essen und zu trinken.
Daß “Plattdeutsch” nicht gleich plattes Theater heißen muß, hat die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg (Stormarner Speeldeel) in mehr als 75 Jahren bewiesen. Plattdeutsches bietet auch der Jersbeker Theaterverein, die Laienspielgruppe Oststeinbek, das Theater ut de Möhl in Glinde, die Lasbeker Speeldeel und die Plattenspeeler Zarpen. Auch in Heidekamp und Tangstedt frönt man der plattdeutschen Darstellung.
Wenn Sie kein Plattdeutsch verstehen, sollten Sie sich aber lieber ein hochdeutsches Stück heraussuchen. In Hoisdorf gibt es gleich zwei Theater: Das Theater Hoisdorf präsentiert in diesem Jahr ein Stück, das in England spielt und im Jungen Theater spielt Dracula eine Rolle. Einige Kilometer weiter wartet die Theatergruppe des Ammersbeker Kulturkreises dieses Jahr im November mit einem Stück von Woody Allen auf.
Seit langem sind die Trittauer Laienspieler in der kulturellen Szene Trittaus und Umgebung bekannt. Über 80 Mitglieder im Alter von 4 bis 80 Jahren wechseln sich von Stück zu Stück mit den Aufgaben vor, auf und hinter der Bühne ab. Dadurch wechselt bei jedem Stück, sei es Schauspiel, Komödie oder Krimi, die „Handschrift“ der Inszenierung und dem Zuschauer wird eine neue dramaturgische Überraschung garantiert.
Ein ganz besonderes Bonbon wird in Bad Oldesloe mit „Bad Oldesloe macht Theater“ geboten, die in open air Inszenierungen Teile der Stormarner Geschichte in Szene setzen. Die „Oldesloer Bühne“ bietet eine breite Palette – Hochdeutsches, Plattdeutsches, Sketche und Märchen.
Mit den „Bühnenzwergen“ und der „Bühnenjugend“ gibt es auch eine Nachwuchssparte, die Theater speziell für Kinder auf die Bretter bringt. Und das Kleine Theater Bargteheide ist natürlich auch etwas ganz Besonderes, hier gibt es neben dem professionellen Theater, das über den Kulturring gemangt wird, auch eine Theaterschule für Kinder sowie das Oldie-Kabarett zu sehen. Die 12 bis 14 Oldies beweisen mit ihrem umfangreichen Repertoire, daß man auch mit 60, 70, 80 oder 90 Jahren nicht zum alten Eisen gehören muß. Schließlich schützt Lachen nachhaltig vor dem Verrosten. “Wir sind Oldies – aber Goldies” lautet ihr Motto, das den zuweilen ernsten Fragen des Älterwerdens mit Lachen begegnet. Selbstironisch, hintergründig nachdenklich oder bissig nehmen sie das Alter, sich selbst und damit auch die Jüngeren auf die Schippe.
Im Kleinen Theater hat sich durch die Kooperation von Theater und Kino ein besonderes Überlebenskonzept etabliert. Das dort integrierte Paradiso gehört, zusammen mit dem OHO-Kinocenter in Bad Oldesloe, zu den beiden letzten Lichtspielhäusern im Kreis. Nachdem in besten Zeiten bis zu etwa zehn Kinos in Ahrensburg, Bargteheide, Bad Oldesloe, Glinde, Reinfeld und Reinbek Stormarn bespielten, haben zunehmende Mobilität und das erdrückende Kulturangebot der nahen Hansestädte das Kinosterben ausgelöst. Nur dem großen Engagement und dem kreativen Nischenangebot von OpenAir-Vorführungen, Themenprogramm und Filmspecials der Kinobetreiber ist es zu verdanken, dass es noch eine gesellige Freizeitalternative zu TV, PC und Spielekonsole gibt.
Wie wir vernahmen, gelingt es den Laienspielern in Heidekamp, Siek, Witzhave oder Elmenhorst ebenfalls, vergnügliche Stücke auf kleiner Bühne darzustellen und damit das Publikum zu begeistern. Und es gibt sicher noch viele Theatergruppen, die hier unerwähnt bleiben.
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das Therapietheater Reinfeld als integratives Theaterprojekt, bei dem Menschen aus der Psychiatrie mit Amateurschauspielern gemeinsam auf der Bühne stehen. Hier kann man faszinierende Leute entdecken, wirbt das ungewöhnliche Theater auf seiner Homepage.
Wenn Sie stressfrei authentische Unterhaltung genießen wollen, sollten Sie sich ruhig mal in der Region bespielen lassen. Es lohnt sich. Also Bühne frei für Stormarns Kultur!
Petra Hübner

Theatergruppen /-bühnen
Amateurtheater

Schleswig-Holstein, Infos des Kreises Stormarn
www.amateurtheaternetz.de
www.oldesloerbuehne.de
www.bargteheide-theater.de
www.theaterhoisdorf.de
www.jungestheaterhoisdorf.de
www.therapietheater.de

Kinos
www.kino-bargteheide.de
www.oho-kino.de

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Wege und Ziele (Titelthema)

Wege und Ziele Kirchen, Klöster, Pilgerwege
Geht es Ihnen auch so? Im Urlaub steuert man gern Kirchen an. Kirchen sind besondere Orte. Man findet Ruhe, Entspannung und Kühle – das kurze Innehalten bei einer Radtour oder einer Veranstaltung sind Augenblicke der Besinnung, ein Rastplatz für die Seele. Oft finden sich kunstvoll-bunte Fenster, Engel, Taufbecken, interessante Kunstgegenstände oder historische Friedhöfe.
Studien haben ergeben, daß die Zahl der Menschen, die einfach so in eine Kirche gehen, etwa siebenmal so hoch ist wie die der Gottesdienstbesucher. Machen Sie
sich doch auch einfach mal auf und entdecken Sie die Kirchen in ihrer Umgebung unter dem touristischen Aspekt. Einige Stormarner Kirchen werden zu bestimmten Zeiten offengehalten. Das Erkennungszeichen ist das Schild „Tritt ein! – Die Kirche ist offen“ – so z.B. in Trittau, Ahrensburg, Siek, Reinbek oder Reinfeld. Auch am Tag des offenen Denkmals im September (nächster Termin 8. September 2013) können Sie in einige Kirchen hineinschnuppern, oft werden auch Führungen angeboten. In diesem Jahr kann man in Trittau die Kirche und den historischen Friedhof näher besichtigen.
Die Themen Rad und Kirche passen gut zueinander – der Kirchenkreis Plön-Segeberg hat 8 Kirchenrouten historisch und touristisch ansprechend
aufbereitet und unter http://www.kirchenrouten.eu veröffentlicht. Die „Limestour“ und die „Karpfentour“ führen durch Stormarner Gebiet. Auf der Karpfentour kommen Sie an den beachtenswerten Nordstormarner Kirchen in Zarpen, Klein-Wesenberg und Hamberge vorbei. Die Klein- Wesenberger Kirche war übrigens Vorbild für eine Reihe von schaurigskurrilen Kirchenkrimis des 2008 verstorbenen Pastors Christian Uecker. Klein Wesenberg taucht in den Büchern als Klein Hasenberg auf. Weitere Stationen der Tour sind die Kirchen von Reinfeld und Bad Oldesloe.
Aber auch die Kirchen in Bargteheide, Hamberge, Zarpen oder Lütjensee, die jüngste in Stormarn, lohnen mit ihrer jeweils eigenen Architektur einen Besuch.
Der Kreis Stormarn verfügt auch tatsächlich über einen beachtlichen, rund 60 Kilometer langen Abschnitt des alten, internationalen Pilgerweges Jakobsweg / Via Baltica, der schlußendlich zum spanischen Santiago de Compostela führt, den Hape Kerkeling mit seinem „Ich bin dann mal weg“ so berühmt gemacht hat.
Die Hauptader der norddeutschen Wege der Jakobspilger führt über mehr als 700 km von der Insel Usedom nach Osnabrück und verbindet sowohl die skandinavischen Länder als auch Polen mit den rheinischwestfälischen Wegen. Auf Stormarner Gebiet führt der Weg von Hamburg über Bad Oldesloe, Kloster Nütschau bis Sülfeld. Das Brenner Moor ist ein Teil der europäischen Pilgerstrecke. Der Pilgerweg wurde markiert mit der stilisierten gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund. In den letzten Jahren sind sogar einige Übernachtungsplätze entstanden. Die Kirchengemeinden Nahe und Klein Wesenberg verfügen über ein eigenes Gästehaus und in Grabau sowie Bad Oldesloe gibt es preiswerte Privatquartiere. Der „Pilgerpastor“ Bernd Lohse aus Hamburg bietet geführte Touren an. Die nächste findet am 17. August statt. Auskunft erteilt das Pilgerbüro in Hamburg-St.Jacobi.
Nur noch ein Kloster gibt es in Stormarn: am Kloster Nütschau mit seiner malerischen Umgebung kommen Sie auf der „Limestour“ der Kirchenrouten entlang. Ganz in der Nähe befindet sich übrigens auch der Pilgerradweg Mönchsweg; die Tour zum Kloster ist ausgeschildert als kleiner Exkurs vom offiziellen Pfad, der auf 340 km von Glückstadt nach Fehmarn führt. Das Haus St. Ansgar bietet gutes Essen und ruhige Übernachtungsmöglichkeiten. Die Mönche zeigen Ihnen zu bestimmten Anlässen
Aktionstagen sicher auch gern mal die Räume sowie die Außenanlagen und wie dort gearbeitet und gelebt wird. Klöster gab es auch in Reinbek und Reinfeld – die Gemäuer sind aber dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen.1572 wurde das Reinbeker Schloß auf dem Gelände des zerstörten Zisterzienserklosters erbaut. An die Klostertradition in Reinfeld wird noch durch das alljährliche Karpfenfest erinnert. Die Mönche legten zahlreiche Teiche an, welche sie zur Karpfenzucht nutzten. Die alte Klostermauer an der Steinhöfer-Straße und der Matthias-Claudius-Straße in Reinfeld gibt die Nordgrenze des ummauerten Klosterbezirks an. Petra Hübner

http://www.kirchenrouten.eu
http://www.jakobswegenorddeutschland.de/baltica2a.pdf
http://www.jacobus.de
http://www.moenchsweg.de
http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/sh/30/
http://www.tourismusstormarn.de
http://www.stormerland.de
http://www.pilgern-im-norden.de
(Infos zur Tour am 17. 8.)

Fortsetzung „…wenn das Gute liegt so nah“

Fortsetzung „...wenn das Gute liegt so nah“

Fortsetzung „…wenn das Gute liegt so nah“

Auch in der ehemaligen Rohlfshagener Kupfermühle kann man heute fein speisen. Vor fast 500 Jahren haben geschäftstüchtige Kaufleute den Lauf der Süderbeste bei Rohlfshagen aufgestaut und unterhalb des Staudammes eine Kupferschmiede mit drei großen Hammerwerken errichtet. Die fertigen Waren brachte man auf Pferdefuhrwerken über holprige Straßen unter anderem nach Bad Oldesloe, wo sie traveabwärts nach Lübeck verschifft wurden. Die letzten Arbeiten der Schmiede waren Platten zur Ausbesserung des Daches der Marienkirche zu Lübeck anno 1899. Bereits 1863 richtete man bei der Kupfermühle eine Gaststätte ein. Genießen Sie den herrlichen Bier- und Kaffeegarten!
Der Fasanenhof in Jersbek, idyllisch gelegen am Jersbeker Barockgarten, besteht bereits seit 250 Jahren. Zu Beginn diente der Fasanenhof als Logierbetrieb des Gutshofes, entwickelte sich dann jedoch mehr und mehr zu einer selbstständigen Landgaststätte. Die steht für regionale, gutbürgerliche und saisonale Kost. Der Fasanenhof eignet sich auch als Location für eine schöne Feier.
Das 1894 erbaute Schloß Tremsbüttel ist mit seinen Stilelementen der Neo-Renaissance ein typisches Baudenkmal der Gründerzeit und des Historismus. 1939 wurde Tremsbüttel verkauft und vom neuen Besitzer 1949 in ein Hotel umgewandelt. Wo im Mittelalter ein herzoglicher Amtmann seinen Verwaltungsaufgaben nachging, wo im 18. Jahrhundert die Grafen Stolberg einen kulturellen Mittelpunkt in Norddeutschland schufen oder Ende des 19. Jahrhunderts der landwirtschaftliche Gutsbetrieb der Hasenclevers florierte und wo nach Kriegsende ein Hotel seine Gäste verwöhnte, da finden heute Veranstaltungen aller Art statt, eine herrliche Sommerterrasse ist vorhanden und im Park kann jedermann frei flanieren!
In den Sommermonaten ab Juni bieten im Rahmen der Aktion „Stormarntischt auf“ etwa 20 Betriebe Stormarns eine interessante Auswahl an Speisen, die weitestgehend mit regionalen Produkten aus Schleswig- Holstein zubereitet werden.
Petra Hübner

…wenn das Gute liegt so nah! (Titelthema)

Sommer-Locations

Der Sommer steht vor der Tür und was gibt es Schöneres als einen netten Ausflug mit dem Rad und anschließender Einkehr in ein schönes Gasthaus mit Biergarten? Es gibt sie noch, jene wertvollen Orte, bei denen einfach alles stimmt, vom Essen bis hin zum Ambiente. Noch besser, wenn man weiß, wo sie liegen. Wir verraten Ihnen, wo man in Stormarn gemütlich auf herrlichen Sommerterrassen speist, nebenbei können Sie auch noch eine kleine Zeitreise unternehmen.
Utspann Bargteheide: 1517 entstand in Bargteheide an dem ehemaligen Hanseatischen Handelsweg zwischen Hamburg und Lübeck das heute über 400 Jahre alte Reetdachhaus und diente lange Zeit dem „Utspann“ – also dem Ausspannen am Weg. Später beherbergte es das Gemeindehaus und heute findet sich das uriggemütliche Restaurant Utspann darin, welches seine Gäste mit seiner rustikal-gutbürgerlichen Küche verwöhnt. Lassen Sie sich überraschen von mittelalterlich angehauchten Gerichten wie „Flammendes Schwert“, „Fegefeuer“ oder „Hinrichtung“.
Der Alte Dorfkrug Großensee wird seit nunmehr 165 Jahren in der vierten Generation betrieben, bezeugt durch eine Schankurkunde des dänischen Königs vom 22. Februar 1843. Bereits vor dem ersten Weltkrieg waren der Großensee und die Gaststätte – seinerzeit noch in einem Bauernhof – beliebte Ausflugsziele der Hamburger. Und so fuhren schon damals die Hamburger mit Pferdekutschen über Sandwege und Kopfsteinpflasterstraßen nach Großensee. An schönen Sommertagen lädt der ländliche Biergarten zum Verweilen ein. Die Speisekarte bietet etwas für jeden Geschmack. Vielleicht schließen Sie noch einen schönen Seerundgang oder ein Bad im See an? Wenn Sie richtig „raus auf’s Land“wollen, dann ist das Wirtshaus im Grünen, Gasthaus Waldesruh im Bargfeld-Stegener Ortsteil Viertbruch sicher das richtige Ziel für Sie. Das kleine Wirtshaus gibt es schon vor 1810 – als Gasthaus und Zollstelle. Die umliegenden Dörfer und Ländereien gehörten der Grafschaft von Jersbek. Die Grafen hatten das Recht, von den Passanten ihrer Wege einen Wegezoll zu erheben. Zog jemand von einem Dorf zum anderen und kam an dem Wirtshaus vorbei, kassierte der Wirt diese Benutzungsgebühr ein. Der Schlagbaum wurde hochgehoben und der Passant konnte den Weg benutzen. Den Wegezoll mußte der Wirt an den Grafen abführen. Für diese Tätigkeit erhielt er die Berechtigung, Getränke und Speisen zu verkaufen. Im idyllischen Bier- und Kaffeegarten mit lauschigen Plätzen im Freien kann man den Vögeln im umliegenden Wald lauschen und den weiten Blick über die Wiesen genießen. Der freie Himmel, die frische Waldluft und die Freude an einem frisch gezapften Bier oder einem Glas Wein lassen den Alltag vergessen. Man trifft sich abends auch zum Dämmerschoppen oder Livemusik. Das Gasthaus ist Radlertreff und Pferdeparkplatz.
Schon in der vierten Generation verwöhnt das Restaurant Waldeslust in Hamfelde seine Gäste in freundlicher, familiärer Atmosphäre mit einem reichhaltigen Speisenangebot, unter anderem mit köstlichen Wildspezialiäten sowie Forellen und Karpfen aus eigener Zucht. Von der großzügigen Gartenterrasse hat man einen Blick auf das angrenzende Tiergehege. Die idyllische Umgebung der Hahnheide mit vielen schönen Wanderwegen und dem Hahnheider Aussichtsturm lädt nach dem Essen zu einem gemütlichen Spaziergang ein.
In Hamfelde finden Sie auch die Pirschmühle in einem alten Mühlengebäude, in dem Sie sowohl innen als auch draußen edel speisen und feiern können. Die Pirsch-Mühle ist eine 1876 erbaute sog. Holländer Mühle. Bis 1954 wurde noch das Korn der umliegenden Bauern gemahlen. Heute wird die Pirsch-Mühle als gemütliches Restaurant mit besonderem Augenmerk auf eine feine alpenländische Küche geführt.
Unmittelbar am Rande des Lütjenseer Forstes Bergen liegt an herrlich umwachsenen Teichen, auf denen fast jede Art von Wild- und Wassergeflügel heimisch ist, das romantische Forsthaus Seebergen. Das ca. 70.000 qm umfassende dazugehörige Anwesen war ein Teil des früheren Gutes Seebergen. Im Jahre 1951 wurde das Forsthaus zum Restaurant umgebaut. Eine große Sommerterrasse an den Schwanenteichen lädt zum stilvollen Schmaus im Freien ein. Direkt am Lütjensee befindet sich der Seehof mit einer großen Seeterrasse.
Aber auch das Strandhus am Großensee, das idyllisch gelegene Travestübchen am ´Zusammenfluss von Beste und Trave, das Agostino mit Biergarten im Bürgerpark und das über Stormarns Grenzen hinaus bekannte Glacehaus, in einem ehemaligen Gewächshaus, in Bad Oldesloe lohnen ebenso einen sommerlichen Ausflug wie das Ahrensburger Park-Hotel, mit seiner großen Sommerterrasse, gegenüber des Schlosses, das Café Gutshofscheune in Neufresenburg und diverse Eiscafés, wie z.B. Griem in Trittau.
Fortsetzung in der Rubrik AUSFLUGSTIPP

http://www.das-strandhusgrossensee.de
http://www.eis-cafe-griem.de
http://www.forsthaus-seebergen.de
http://www.glacehaus.de
http://www.gutshofscheune.de
http://www.parkhotelahrensburg.de
http://www.pirsch-muehle.de
http://www.restaurant-alterdorfkrug.de
http://www.restaurantkupfermuehle.de
http://www.ristorante-agostino.de
http://www.seehof-luetjensee.de
http://www.tremsbuettel.de
http://www.utspannbargteheide.de
http://www.waldeslust-hamfelde.de
http://www.waldesruh-sh.npage.de
http://www.dehoga-stormarn.de

„Local Heroes“ (2) (Titelthema)

„Local Heroes“ der Neuzeit
Die folgenden Persönlichkeiten waren mit Stormarn verbunden und haben hier ihre Spuren hinterlassen. Sie stehen beispielhaft für viele weitere Personen, die das Gesicht und die Entwicklung des Kreises in der Zeit im 20. Jahrhundert geprägt haben.
Waldemar Bonsels, in Ahrensburg geboren, wurde zu einem der meistgelesenen Autoren der 1920er-Jahre in Deutschland. Die Biene Maja und ihre Abenteuer, das in über 40 Sprachen übersetzt wurde, und die 1915 veröffentlichte Fortsetzung „Himmelsvolk“, machten ihn weltberühmt.
Der Name Paul von Schoenaich ist vielen durch die Paul-von-Schoenaich-Straße in Reinfeld ein Begriff. Er war ein deutscher Generalmajor und später pazifistischer Aktivist, der 1954 in Reinfeld starb.
Friedrich Bölck war ein Unternehmer, der es besonders durch den Vertrieb von Margarine zu beträchtlichem Wohlstand und Grundbesitz in Schleswig-Holstein brachte. 1907 eröffnete er in der Mühlenstraße in Oldesloe ein Feinkostgeschäft, das den Ausgangspunkt bildete für die Entwicklung eines über ganz Deutschland verzweigten Vertriebssystems für Margarine, welches 1924 bereits 68 Filialen zählte. Grundlage für den Erfolg des „Systems Bölck“ war einerseits ein gut organisierter Hausierhandel und zum anderen ein ausgeklügeltes Rabattsystem. 1926 ließ Bölck in der Lorentzenstraße in Oldesloe eine Kaffeerösterei errichten, zusammen mit einem Direktions- und Kontorgebäude, welche als Verwaltungszentrale seines Unternehmens dienten. Mit Mitteln des Marschallplans wurde das im Krieg unzerstörte Gebäudeensemble 1950-1951 zur Kreisberufsschule umgebaut. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz und beherbergen das Deutsche Rote Kreuz und die Theodor-Storm-Schule. Bölck beschäftigte zeitweise mehr als 5.000 Mitarbeiter. In Bad Segeberg errichtete er am Ort der alten Brauerei eine hochproduktive Margarinefabrik. Das Herrenhaus von Trenthorst stellte er zeitweise Paul von Schoenaich und der Deutschen Friedensgesellschaft zur Verfügung. Nach Anfeindungen und Verfolgung durch das NS-Regime verlegte der Sozialist und Pazifist seinen Wohnsitz in das Herrenhaus Grabau.
Theodor Mommsen war ein deutscher Historiker und gilt als einer der bedeutendsten Altertumswissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Seine Werke zur römischen Geschichte sind noch für die heutige Forschung von grundlegender Bedeutung. Mommsen stammte aus einer Oldesloer Pfarrerfamilie. Während des Jurastudiums in Kiel lernte er Theodor Storm kennen und veröffentlichte zusammen mit ihm 1843 ein Liederbuch und eine Gedichtsammlung. Während der Märzrevolution von 1848 wurde er Journalist in Rendsburg und vertrat energisch seine liberalen Überzeugungen. Nach einem Lehrstuhl für Römisches Recht in Zürich kehrte er 1954 zurück nach Deutschland, wo ihm die Universität Greifswald die Ehrendoktorwürde verlieh. 1902 erhielt er für sein Hauptwerk, die Römische Geschichte, den Nobelpreis für Literatur.
Der 1844 geborene Detlev von Liliencron wandte sich nach einer kurzen Militärkarriere und einigen Jahren in der Verwaltung seiner Leidenschaft zu und wurde freier Schriftsteller. Seine Lyrik gilt als bedeutende Wegmarke des aufkommenden Naturalismus des späten 19. Jahrhunderts. Von Liliencron wurde vor allem durch Balladen wie „Trutz, blanke Hans“ oder „Pidder Lüng“ einem breiteren Publikum bekannt. Der Dichter setzte der Gemeinde Tangstedt mit seinem mittlerweile nicht mehr existenten Kanzleigut durch seinen Roman „Leben und Lüge“ ein literarisches Denkmal. 1901 fand er eine Wohnung in Alt-Rahlstedt und erhielt von Kaiser Wilhelm II. ein jährliches Ehrengehalt von 2.000 Mark. Sein Grab befindet sich auf dem Rahlstedter Friedhof.
Alfred Rust bewies durch Grabungen in den 1930er Jahren die Existenz von Eiszeitmenschen im Ahrensburg-Meiendorfer Tunneltal. Er fand Artefakte aus Rentiergeweihen und Flint sowie Knochen von Opfertieren und konnte nachweisen, daß Rentierjäger vor etwa 15.000 Jahren, am Ende der Eiszeit, in dieser Gegend gejagt hatten.
Der 1850 geborene Friedrich Bangert war Direktor der Oberrealschule in Bad Oldesloe. Sein besonderes Interesse galt der Oldesloer und Stormarner Geschichte. Er war Vorsitzender des „Bundes der Stormer“ und leistete Aufbauarbeit für ein Heimat- und Kreismuseum. Bangerts Hauptwerk „Geschichte der Stadt und des Kirchspiels Oldesloe“ erschien posthum 1925 und ist bis heute das Standardwerk geblieben.
Dr. Gerhard Stoltenberg war von 1965-69 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, von 1971-82 Ministerpräsident von Schleswig- Holstein, von 1982-89 Bundesminister der Finanzen und von 1989-92 Bundesminister der Verteidigung. Er entstammt einer Oldesloer Familie Nach Studium und Promotion zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus arbeitete er in Kiel als wissenschaftlicher Assistent und wurde 1962 Privatdozent. 1965 sowie 1969/70 war er Direktor bei der Friedrich Krupp GmbH in Essen. 2001 ernannte man ihn zum Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein.
Petra Hübner

…etwas auf die Löffel (Titelthema)

Oster-Locations

Ostern – das bedeutet für die meisten vor allem ein langes Wochenende, vielleicht sogar Ferien, Ostereier suchen und Beisammensein mit der Familie. Auch ein Ausflug, Kurzurlaub oder ein schöner Brunch sind schöne Rituale zu Ostern. All das können Sie natürlich auch in Stormarn erleben.

Österliche Frühlingsmärkte finden bereits statt am 9. Und 10. März in der Reetdachscheune auf Gut Blumendorf und im Schloß Reinbek. In der österlich geschmückten Reetdachscheune in Blumendorf sowie im Außenbereich werden Dekorationen, Schönes für Haus & Garten, niveauvolles Kunsthandwerk, Pflanzen und Spezialitäten angeboten. Für Kinder gibt es eine Bastelecke und im Außenbereich einige Überraschungen. Ob Kaffee und Kuchen oder Deftiges vom Schwenkgrill, die Gastronomie lädt zum Genießen und Verweilen ein.
Am 16. und 17. März folgt dann der traditionelle Oster-Kunsthandwerkermarkt rund um die Trittauer Wassermühle. Zahlreiche Aussteller präsentieren hochwertiges und traditionelles Kunsthandwerk und Gartenaccessoires. In der Wassermühle stellen zehn Künstler aus.
Für die Kleinsten gibt es traditionell am Morgen des Ostersonntags in Ahrensburg wieder das Ostereiersuchen im Schloßpark. Traditionsgemäß lädt auch der Reinbeker Gewerbebund am Ostersonntag alle Kinder mit ihren Eltern und Großeltern ein zum großen Ostereiersuchen im Reinbeker Schloßpark. Über 6000 bunte Ostereier, die der »Osterhase« versteckt hat, wollen gefunden werden. Denn nicht nur der Osterhase hat sich angesagt, auch Osterlämmer und Osterküken werden zu bestaunen und zu streicheln sein. So bildet der Schloßgarten einen Rahmen für fröhliche Begegnungen zwischen jung und alt und Mensch und Tier.

Nach dem morgendlichen Ostereiersuchen bietet sich vielleicht ein schöner Spaziergang in Stormarns Wäldern, Seen oder Flüssen an oder ein schöner Osterbrunch in einem der schönen Stormarner Traditionsrestaurants. Am Großensee und Lütjensee können Sie mit herrlichem Blick auf Stormarns schöne Gewässer speisen.
Vielleicht zieht es Sie Ostern auch in die Kirche? Dann warten zahlreiche festliche Gottesdienste mit viel Musik auf Sie!
Und noch ein Ausflugstip: Erkunden Sie doch mal die Gegend von „Büttenwarder“ – der urigen NDR-Serie, die rund um Grönwohld und Trittau spielt, und machen Sie wie Adsche und Brakelmann einen Kurzurlaub mit Picknick und Liegestuhl am See! Als Alternative zum Ostereiersuchen am Schloßpark bietet sich vielleicht sogar das Verstecken der Eier in der freien Natur an!
Das Hotel am Schloß Ahrensburg lockt sogar Touristen an mit einem „Kurzurlaub an Ostern“: Drei Nächte erholsam schlafen, Verwöhnfrühstück vom reichhaltigen Büffet sowie fürstliche Dinners, eine Hamburg Card für den öffentlichen Nahverkehr sowie vergünstigte Preise für Sehenswürdigkeiten in Hamburg, auch Wellness und Sauna sind inklusive. Vielleicht ein Tip für Ihre auswärtigen Verwandten, Bekannten und Freunde? Petra Hübner

Weitere Osterveranstaltungen
finden Sie im Terminteil.

Frohe Ostern.

31.3. u. 1.4. ab 12:00 Uhr,
Osterbrunch im Park Hotel, Ahrensburg
http://www.parkhotelahrensburg.de

31.3. u. 1.4. ab 10:30 bis 13:30 Uhr,
Familien-Osterbrunch im Café Gutshofscheune Neufresenburg
http://www.cafegutshofscheune.de

31.3. u. 1.4., 10:30 bis 13:00 Uhr
Osterbrunch im Strandhus, Großensee
http://www.das-strandhusgrossensee.de

31.3. u. 1.4., 10:00 bis 14:00 Uhr
Großer Champagnerbrunch in der Kochschmiede Ratzbek
http://www.das.de

28.3.,
18 Uhr, Tangstedt, Henstedter W., Osterfeuer.
19 Uhr, Rümpel, Lindenstr., Osterfeuer.
29.-31.3.,
14-18 Uhr, Hoisdorf, Alte Schule, Osterausstellung
30.3.,
17 Uhr, Schloss Tremsbüttel, Osterfeuer.
17 Uhr, Zarpen, Tennisplatz, Familien-Osterfeuer.
18 Uhr, Tangstedt, Schulstr., Osterfeuer.
31.3.,
6 Uhr, Osternacht in Klein Wesenberg mit Osterfrühstück im Gemeindehaus
10 Uhr, Trittau, Kieler Str./Lehmb., Ostereiersuchen.
11 Uhr, Eichede, Dorfplatz, Ostereiersuchen
1.4.,
11 Uhr, Ammersbek, DGH, Ostereiersuchen.
11 Uhr, Tangstedt, Hauptstr. 93, Ostereiersuchen.

Alle Jahre wieder… (Titelthema)

Advents-, Weihnachts- und Kunsthandwerkermarkte

Bald beginnt wieder die stimmungsvollste und besinnlichste Zeit des Jahres, geprägt von Kerzenlicht, Plätzchenduft, klirrender Kälte, Lebkuchen und Glühwein. Wenn es draußen langsam kalt wird, ist der Besuch eines Martinsmarktes, einer Kunsthandwerkerausstellung oder Weihnachtsmarktes eine schöne Einstimmung auf die Festtage: Kleine Einkäufe machen, draußen schlemmen, mit Familie, Freunden oder Kollegen die schönsten Momente des Jahres Revue passieren lassen und vielleicht schon Pläne machen für das nächste Jahr.
Im November beginnt es mit den vorweihnachtlichen Martinsbasaren der Kirchen zu Ehren des heiligen St. Martin. Martinsbasare sind noch keine Weihnachtsbasare, aber es wird dort natürlich traditionell schon viel Weihnachtliches geboten.
Weihnachtsmärkte haben übrigens eine fast 600-jährige Tradition. Ursprünglich dienten sie dazu, den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit zu geben, sich mit winterlichem Bedarf einzudecken. Im Laufe der Zeit wurden die Märkte dann zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums. Eine vorweihnachtliche Stimmung verbreitet der sog. „Novemberzauber“ am 3./4. November im Schloß Reinbek. Die Veranstaltung lebt vom gehobenen Standard des Angebots, einem aufgeschlossenen Publikum und der besonderen Atmosphäre. Mehr als 2000 Besucher verzeichnet die vorweihnachtliche Verkaufsausstellung, die traditionell immer am ersten Novemberwochenende stattfindet. Rund 50 Aussteller präsentieren Kunst, Mode, Schmuck, Modernes und Antikes: Mehr auf www.novemberzauber.de
Gut einen Monat später findet am 8./9. Dezember ein richtiger Weihnachtsmarkt im Schloß Reinbek statt.
Mit „Glantz und Gloria“ kommt der Weihnachtsmarkt des Erdbeerhofes Glantz in Delingsdorf daher. Täglich vom 1.-23. Dezember kann in der Diele des historischen Hofgebäudes gestöbert werden. Auch Kreativangebote für Kinder gibt es und jeden Freitag abend lockt der „Hüttenzauber“ an die Punschbar. Auch Tannenbäume gibt es aus dem hauseigenen „Lichterwald.
Zauberhaftes Ambiente bietet der Nikolausmarkt in Trittau rund um die Trittauer Kirche und dem Europaplatz am 1. Adventswochenende 1./2. Dezember. Traditionell beteiligen sich viele soziale Einrichtungen, die  den Markt mit Tombola, kulinarischen Leckerbissen und Kunsthandwerk kreativ gestalten. In der Kirche finden Konzerte und Turmführungen an. Für die Kleinsten wird der Hauptanziehungspunkt wieder der Nikolaus sein. Ferner gibt es Ponyreiten, Karussels und eine sog. High-jumping- Anlage. Vor und in der Gemeindeverwaltung findet parallel die „Ausstellung der schönen Künste“ statt. 70 Aussteller bieten Glasmalerei, Kupfer und Schmiedekunst, Fensterbilder, Adventsfloristik, Keramik, alte Bücher, Wohnaccessoires, Laubsägearbeiten, maritime Bekleidung, Zauberlichter, handgenähte Handtaschen, Tischdecken, Knusperhäuser, Kerzen und vieles mehr. Mehr auf www.weihnachtsmarkt-trittau.de.
Der Weihnachtsmarkt im und am denkmalgeschützten Reinfelder Rathaus präsentiert sich in diesem Jahr auch am 1. Adventswochenende. Auf dem Rathausplatz bieten zahlreiche Aussteller Interessantes an aus den Bereichen Kunsthandwerk & Basteleien. Der Verkauf findet auf zwei Etagen in den Amtsstuben des Rathauses und im Sitzungssaal statt. Vor dem denkmalgeschützten Rathaus gibt es leckere Verzehrangebote und Punsch.
Am ersten Advent lädt der Heimat- und Bürgerverein Glinde zum Adventsmarkt in der stimmungsvollen Atmosphäre der Glinder Mühle. Mit Kunsthandwerk, Basteleien und Handarbeiten gibt es jeweils ein buntes Angebot, das zum Einkauf von Weihnachtsgeschenken und kleinen Mitbringseln anreizt. Für den kleinen Hunger werden selbstgebackener Kuchen oder Bockwurst vorgehalten.
Zum 2. Advent am 8./9. Dezember präsentiert auch die Stadt Bad Oldesloe nunmehr zum 8. Mal den großen Adventsmarkt in der Stormarnhalle. Rund 70 Kunsthandwerker und Hobbykünstler aus der Region bieten handgebastelte Geschenke rund ums Weihnachtsfest an. Rundherum gibt es hausgemachte Kuchen, Punsch, Grillereien und bunte Fahrgeschäfte. Ob im großen Adventscafé in der Halle oder im stimmungsvoll dekorierten Außenbereich erwartet die ganze Familie ein buntes Angebot und weihnachtliche Vorfreude. Zudem lädt die nahe Innenstadt zu einem ausgiebigen Weihnachtsbummel und Einkaufsmöglichkeiten ein. Vom 14.-22. Dezember findet in Bad Oldesloe an der Hude ein kulinarischer Weihnachtsmarkt mit weihnachtlichem Rahmenprogramm statt.
Klein aber fein: Am Rondeel in Ahrensburg richtet der Bürgerverein traditionell einen Mini-Adventsmarkt aus mit Kinderkarussel, Schwenkgrill, Süßigkeitenverkauf und Glühweinstand. Ein richtig netter Treffpunkt! Kulinarisch bestens eindecken und in Weihnachtsstimmung versetzen lassen können Sie sich auch auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt der Marktbeschicker in Bargteheide, er wird am 23. Dezember auf dem Marktplatz abgehalten.
Petra Hübner

3./4.11., Schloß Reinbek www.novemberzauber.de
1.-23.12., Adventsmarkt Rondeel/Ahrensburg
1.-23.12., Glantz/ Delingsdorf
1./2.12., Kirche/Europaplatz Trittau, www.weihnachtsmarkt-trittau.de
1./2.12., Rathaus Reinfeld
1./2.12., Glinder Mühle
8./9.12., Stormarnhalle Bad Oldesloe
14.-22.12., Hude/B.Oldesloe
23.12., Marktplatz Bargteheide

Bäderkultur (Titelthema)

Tauchen Sie doch mal ab.. Bei schönem Wetter gibt es im Kreis Stormarn reichlich Möglichkeiten, sich wie im Urlaub zu fühlen. Eine echte Alternative zum Ausflug ans Meer. Sie können sich platt auf den Rücken legen und ohne nach hinten schauen zu müssen, einfach drauflosschwimmen – mit dem Blick gen Himmel. Auch Kindern bieten die meisten Gewässer herrliche Entfaltungsmöglichkeiten.
Wunderbar abtauchen läßt es sich an der „Drei-Seen-Platte“ Stormarns: der Stormarner Schweiz mit den drei Seen Lütjensee, Großensee und Mönchsteich.
Baden im Lütjensee geht am besten vom Nordufer aus. Es gibt auch ein paar kleinere versteckte, weiter südlich gelegene Badestellen, die bei gutem Wetter aber schnell belegt sind. Der See ist rund um die Uhr geöffnet und das Baden ist kostenlos. Auf der Liegewiese mit Grill- und Picknickmöglichkeiten läßt es sich wunderbar faulenzen. In der Nähe es Ufers befindet sich ein nettes Restaurant mit einem direkt an den Wald grenzenden Biergarten. Rund um den See gibt es noch einige andere Restaurants, die teilweise direkt am See liegen.
Im Großensee kann man am Waldesrand des Nordostufers überall idyllisch lagern, faulenzen und an vielen Stellen direkt in den See gehen. In der Mitte des Großensees liegt eine kleine Insel, zu der man hinschwimmen kann, das Betreten ist jedoch verboten. Vom Parkplatz Schloßberg an der Großenseer Straße führt ein Fußweg zum breiten Sandstrand des Nordufers mit vielen Bäumen. Hier ist das Baden kostenlos und rund um die Uhr möglich. Das Strandbad Großensee am Südufer bietet eine schöne Liegewiese und große schattenspendende Bäume. Auch Volleyball- oder Basketballspielen ist möglich. Vom Strandbad kann man direkt zum Restaurant Südstrand gelangen und hier im Biergarten sitzen. Rund um den See führt ein schmaler Seerundweg. Auch eine sehr idyllische Badestelle ist der Pfefferberg auf Höhe Bushaltestelle „oberer Pfefferberg“. Von hier kann man auch bequem zur Insel schwimmen.
Angrenzend an den kleinen Ort Lütjensee, liegt in Trittau der Mönchsteich. Am Ostufer gibt es eine wildbewachsene Badestelle. Wegen der sichtgeschützten Lage ist dieser See auch bei FKK-Freunden sehr beliebt. Aber Vorsicht – beim Schwimmen kann man sich leicht in den Schlingpflanzen verfangen! Der komplette See ist umgeben von Wald bzw. Schilfufer. Auf idyllischen Wegen kann man am See entlangwandern oder auch radfahren. Bahnen Sie sich Ihren Weg um den Mönchsteich.
Zwischen Hamburg-Volksdorf und Ahrensburg liegt der rundum flach abfallende Bredenbeker Teich. Das Strandbad am Nordufer neben dem Campingplatz ist gut besucht. In der Mitte des Sees ankert ein Schwimmpoton, der zum Sonnen und Entspannen einlädt. Rund um den See gibt es zahlreiche weitere, teilweise im Schilf versteckte Badestellen. Auch FKK-Fans finden hier ein Plätzchen. Auch das Umrunden auf dem Rad oder auf Schusters Rappen ist empfehlenswert. Die Teiche wurden Ende des 15. Jahrhunderts durch das Zisterzienser-Kloster Reinbek zur Fischzucht angelegt und 1585 durch Peter Rantzau, den Besitzer des Gutes Ahrensburg, vergrößert. Am Freibad Herrenteich Reinfeld führt ein 30 m langer Steg ins Wasser. Es gibt ein Beachvolleyballfeld und ein Spielgerüst mit Schaukel und Rutsche. Auch eine Umrundung des Sees lohnt sich – rundherum ist ein kleiner Naturlehrpfad ausgeschildert.
An den Poggensee zieht es die Oldesloer, wenn sie Abkühlung suchen. Das Bad hat einen Nichtschwimmer- und einen Schwimmerbereich, einen großzügigen Sandstrand, eine Liegewiese und einen Kiosk. Für ganz Mutige gibt es das Anbaden am Neujahrstag! In Heilshoop befindet sich am Ostufer des Moorteiches eine Badestelle mit Steg. Der Moorteich ist ein künstlicher See und wurde bereits im 12. Jahrhundert von Benediktinermönchen angelegt.
Wer lieber ins beheizte Naß steigt, findet im Freizeitbad Bargteheide oder im Schönaubad Trittau Gelegenheit dazu. Die Bäder liegen in landschaftlich ansprechender Lage. Neben diversen Schwimmbecken gibt es auch Raum für jede Menge Sport, Spiel und Spaß sowie ausgiebig Liegefläche und einen Kiosk. Auch das Badlantik in Ahrensburg und das Freizeitbad Reinbek bieten Schwimmspaß für Jung und Alt, hier kann man bei schlechtem Wetter auch ins überdachte Hallenbad flüchten. Eine weitere überdachte Bademöglichkeit gibt es im Bad Oldesloer Hallenbad (derzeit wegen Umbau geschlossen) oder in der Schwimmhalle Barsbüttel.
Keine Seen, aber Kieskuhlen-Badestellen gibt es in Tangstedt im Ortsteil Wilstedt und in Bargfeld-Stegen am Tonnenteich.
Petra Hübner

www.stormerland.de
www.kreis-stormarn.de/freizeit/baeder/index.html
www.luetjensee.com
www.grossensee.com
www.grossensee.eu
www.campingbredenbeker-teich.de
www.reinfeld.de
www.tonteichbad.de
www.bargteheide.de
www.schoenaubad-trittau.de
www.schwimmhallebarsbuettel.de
www.vereinigte-stadtwerke.de
www.badlantik.de
www.nacktbaden.de
www.seen.de

Schule – und was dann? (Titelthema)

„Rechnen“, „Lesen“, „Zeichnen“, „Turnen“, „Singen“ und „Heimatkunde“ standen früher in den alten Dorfschulen auf dem Plan. Vielleicht sind Sie auf eine solche noch gegangen. Die Lehrer hatten ein so ganz anderes Erscheinungsbild als heute und waren aktiv in das soziale Dorfleben eingebunden, organisierten das Vogelschießen mit dem Festumzug, musikalische und tänzerische Darbietungen und schrieben oftmals die Dorf- und Schulchronik.
Schule befindet sich in den letzten Jahrzehnten in einem stetigen Wandel. Bs heute gibt es eine beständige Diskussion um Struktur, Methoden und Finanzen. So gut wie alles kam mit der Zeit auf den Prüfstand.
Bis in die 60er Jahre hinein wurden mehrere Klassenstufen zugleich unterrichtet. Geheizt wurden die Klassenzimmer in den 50er Jahren noch häufig mit dem Kohleofen und aufgrund der vielen Flüchtlingskinder mußte Unterricht teilweise auch in behelfsmäßigen Unterkünften stattfinden. Viele Dorfschulen fielen danach dem neuen Zeitgeist zum Opfer. „Es ist eines der Ziele der Schulbauplanung, die kleineren Grund- und Hauptschulen im Lande zugunsten von leistungsfähigeren Schulen mit mehr Unterrichtsmöglichkeiten zusammenzulegen. Im Zuge dieser Entwicklung mußte eine größere Anzahl alter Schulgebäude aufgegeben werden“ heißt es in den Akten.

Im Museum Hoisdorf kann man sich in ein altes Klassenzimmer setzen mit liebevoll zusammengetragenen originalen Relikten aus alter (Schul)- Zeit. So findet sich der obligatorische Kartenständer, altes Schulgestühl sowie Bücher, Federn und Griffel. Auch alte Schultaschen und Fotos haben hier eine würdige Stätte gefunden. Im Rahmen der Museumspädagogik können Kinder auch mal eine historische Schulstunde erleben.
Die meisten der alten Schulgebäude gibt es heute noch. Sie haben eine neue Funktion im Dorfleben erhalten: Es wurden Restaurants daraus oder sie wurden sogenannten “ öffentlichen Zwecken zugeführt“ also in Gemeindezentren, Sport- und Vereinsstätten, Kindergärten oder Feuerwehrhäuser umgenutzt. Viele Gebäude sind privat bewohnt, manchmal wird auch ein Gewerbe darin betrieben. Oft sieht man ihnen ihre einstige
Funktion gar nicht mehr an.
Als Lehrertochter, die ihre ersten Lebensjahre in der ehemaligen Dorfschule Hammoor verbracht hat, freue ich mich besonders über die in neuer Funktion als „Restaurant Klassenzimmer“ auferstandene und herausgeputzte Dorfschule Hammoor. Ein erstklassiges und originelles Restaurant hat sich hier etabliert. Es gibt ein „Lehrerzimmer“, „Schulmilch“ zu trinken, ein „Sitzenbleibermenü“ zu essen, und die Speisekarte kommt auf Tafeln daher. Fotos von Lehrern und ihren Schulklassen aus sämtlichen Epochen hängen an den Wänden.

In der ehemaligen Dorfschule Siek kann man im Restaurant „Alte Schule“ in der Empfangshallt noch ein originales Schulpult bewundern. Die Geschichte der Schule läßt sich in der ausliegenden Chronik nachlesen. In dem schmucken Backsteinbau mit modernen Bauelementen kann man edel speisen, feiern, logieren und sogar tagen.
Zu einem wunderschönen Restaurant mit lauschigem Biergarten hat sich auch die alte Schule in Tangstedt/Rade gewandelt. Für den 7. und 8. August kündigt das Restaurant ein Einschulungsfest mit vielen leckeren Kindergerichten an. Auch das Restaurant Stapelfelder Hof befindet sich in einer ehemaligen Dorfschule.
Als Mehrzweckhaus findet sich heute die Dorfschule in Rohlfshagen wieder. Der hintere Teil dient als Feuerwehrhaus, der vordere Teil wird für Wohnzwecke genutzt. Ein Kleinod mit einem hübschen Garten, eingebettet in eine wunderschöne ländliche Umgebung.
Ein Mehrzweck- und Vereinshaus mit Kindergarten hat man auch aus dem schmucken Backsteingebäude der alten Schule in Meddewade gemacht. Hier kümmert sich ein Förderverein um die Nutzung und die Pflege des Gebäudes.
In Lasbek wurde das Gebäude der alten Dorfschule von anno 1894 gerade aufwendig saniert und erweitert. Es steht modernisiert wieder als Gemeindezentrum mit Kindergarten zur Verfügung.
Die alte Schule der Güter Wulmenau und Trenthorst in Westerau-Trenthorst wurde von Kommerzienrat Thörl im Jahre 1910 erbaut. Ungewöhnlich für diese Zeit wurde eine große Turnhalle an den Schulteil gebaut. Dieser ist zu komfortablen Wohnungen umgebaut worden.
Schon seit 1688 hat Bargfeld-Stegen eine Schule im Ort. Noch heute gibt es eine Schule in der Gemeinde, die „Grundschule Alte Alster“. Wie wichtig Schule für den Ort schon immer war, drückt das Wappen aus, welches im oberen Teil ganz der Schule gewidmet ist. Es zeigt ein rot aufgeschlagenes Buch mit einer schrägliegenden silbernen Schreibfeder.
Und in Bad Oldesloe wird ein Teil der damaligen Grund-und Haupschule heute als Bücherei und Heimatmuseum genutzt.

Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, auf Ihrer nächsten Tour durch Stormarn den Charme dieser alten Dorfschulgebäude zu entdecken. Gehen Sie doch einfach mal auf die Suche. Manchmal deutet noch der Straßenname Schulstraße auf die Lage der einstigen Schule hin. Vielleicht treffen Sie sogar auf ein paar Alteingesessene und bekommen noch ein paar lustige – oder auch nicht so lustige – Geschichten aus dem früheren Dorfschulleben zu hören.
Petra Hübner

www.stormerland.de
www.kreis-stormarn.de
www.museum-hoisdorf.de
www.museen-nord.de
www.heimatmuseum-oldesloe.de

Müllers Mühlen ´mal anders (Teil 2)

Alte Mühlen heute (Teil 2)

Auch in der ehemaligen Rohlfshagener Kupfermühle kann man heute auch fein speisen. Vor fast 500 Jahren haben geschäftstüchtige Kaufleute den Lauf der Süderbeste bei Rohlfshagen aufgestaut und unterhalb des Staudammes eine Kupferschmiede mit drei großen Hammerwerken errichtet. Die fertigen Waren brachte man auf Pferdefuhrwerken über holprige Straßen unter anderem nach Bad Oldesloe, wo sie traveabwärts nach Lübeck verschifft wurden. Die letzten Arbeiten der Schmiede waren Platten zur Ausbesserung des Daches der Marienkirche zu Lübeck anno 1899. Bereits 1863 richtete man bei der Kupfermühle eine Gaststätte ein.

Eine abwechslungsreiche Geschichte hat auch die Glinder Kupfermühle erlebt: Als Wassermühle 1648 am Oberlauf der Glinder Au erbaut, diente sie zunächst als Walkmühle zur Lederbearbeitung und als Farbholzmühle, seit 1679 als Kupferhammer und schließlich von 1868 bis 1952 als Kornmühle. Nach einem Brand im Jahr 1849 war ein weitgehender Neubau erfolgt. Die Mühle wurde restauriert und zu einem Mühlen- und Heimatmuseum umgestaltet. Die historische Einrichtung ist zum Teil erhalten und kann besichtigt werden. Ein Mahlgang ist betriebsfähig, er kann von einem alten Elektromotor angetrieben werden. Der Glinder Heimat- und Bürgerverein kümmert sich liebevoll um den Erhalt alter Mühlenrelikte und hält viele Informationen bereit.

Eine von privater Hand wunderschön restaurierte zweigeschossige Fachwerk-Wassermühle befindet sich in Travenbrück-Nütschau unweit des Klosters Nütschau. Auch der ehemalige Pferdestall und das kleine Backhaus mit seinem Taubenstall im Dach sind erhalten.

Weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen die ehemalige Weizenstuhlmühle im Raiffeisengebäude in Bargfeld, der Industriemühlen-Komplex in Lasbek-Barkhorst und die Dampfgetreidemühle in Todendorf – sie wurden jedoch als Kulturdenkmäler eingestuft.

Weitgehend unbekannt sind auch die Mühlengebäude in Grabau am Hoherdammer Teich und die privat genutzten Mühlen in Klein-Wesenberg, Rethwisch und Travenbrück-Sühlen.

Es hat in Stormarn und im näheren Umkreis noch viele weitere Mühlen gegeben, die jedoch im Laufe der Zeit fast oder vollständig zerstört, abgebrannt oder abgerissen wurden, teilweise weisen noch Straßenbenennungen wie Mühlenstraße, „Alte Kornmühle“ oder Bezeichnungen wie „Mühlenteich“ sowie Restaurantnamen auf historische Mühlen hin.

Die Trittauer, die Glinder und die Braaker Mühlen öffnen am Mühlentag ihre Pforten für interessierte Besucher und locken mit allerlei Veranstaltungen, Informationen, Märkten und Verköstigungen rund um die jeweilige Mühle. Dort gibt es auch Einblick in die Mühlentechnik.

In dem gerade eröffneten Mühlenmuseum Reinfeld in der Seniorenwohnanlage Claudiushof wird anhand einer Vielzahl historischer Ausstellungsstücke an die ehemalige Claudiusmühle erinnert, geöffnet ist jeden Sonntag (außer feiertags) von 10-12 Uhr, der Eintritt ist frei.
Petra Hübner

www.deutsche-muehlen.de
www.gartenrouten-sh.de
www.grandermuehle.de
www.hannemanns-muehle.de
www.hbv-glinde.de
www.kreis-stormarn.de
www.muehle-meilsdorf.de
www.muehlen-dgm-ev.de
www.muehlenvereinbraakermuehle.de
www.pirsch-muehle.de
www.restaurant-kupfermuehle.de
www.stormarn-tourismus.de
www.stormerland.de
www.tourismus-stormarn.de
www.wassermuehletrittau.de
Buchtip:
„Mühlen in Stormarn“, Reiner Rump, Buchverlag Otto Heinevetter